Historie

Im 18. Jahrhundert galt noch die Königliche Verordnung, dass jeder Hausbesitzer bei seinem Hause eine Leiter, Feuerhaken, Gießeimer und Handspritze haben musste, um bei einem Brand das Feuer bekämpfen zu können. Der Versuch die meist Reetgedeckten Häuser vor dem Niederbrennen zu retten war mit dieser Ausrüstung ziemlich aussichtslos. Man konzentrierte sich auf die Rettung von Mensch und Vieh sowie den Nachbargebäuden. Krems gehörte damals und auch noch lange Zeit danach zum Gut bzw. Amt Muggesfelde. Im Jahre 1907 beschaffte der Gutsbesitzer Wendroth eine Wagenspritze mit Schläuchen. Mit dieser Ausrüstung konnten die Brände besser bekämpft werden. Seit dieser Zeit bestand auch die Brandwehr Müssen-Krems II.

1933

Am 1. November 1933 wurde von 32 Mann aus der Gemeinde Krems II in der Gastwirtschaft Diedrichsen auf Schönböken die Freiwillige Feuerwehr Krems II gegründet. Diese Männer waren zum Teil Mitglieder der vorher bestehenden Brandwehr Müssen-Krems II.

Diese Kameraden waren:

Löschzugführer Wilhelm Grage
Löschgruppenleiter Gustav Sorgenfrei
Löschmeister Heinrich Struck
Schriftführer Walter Reimer
Hornisten Gustav Gerdts und Willi Schröder
Als Feuerwehrmänner:
Heinrich Bußmann, Ernst Dannath,Heinrich Diedrichsen, Walter Gösch, August Grund, Ernst Hahn, Franz Jaacks, Ernst Knees, Otto Langbehn, Max Mahnke, Willi Rix, Walter Rühmke, Karl Schacht, August Bruhn, Heinrich Grauerholz, Heinrich Freese, Ernst Donath, Karl Groth, Bruno Hundt, Werner Jürgens, Hans Knees, Hans Lindemann, Albert Möller, Hans Tonn, Werner Suhr und Hermann Schwarzlos.
Von der Gemeinde wurden die persönlichen Ausrüstungsgegenstände wie Arbeitsröcke, Stahlhelme, Mützen, Breitgurte, usw. gekauft. Die Gerätschaften wie Handdruckspritze, Schläuche, Feuerpatschen, Dachstühle und Haken wurden von der Gutsverwaltung Müssen gestellt und auch dort in der Wagenremise untergestellt. Alleine für die Bedienung der Handdruckspritze wurden mindestens 18 Mann benötigt (16 Pumpenmänner sowie Löschmeister und Spritzenwart).Außerdem stellte das Gut Müssen die Bespannung sowie den Fahrer bis zur Brandstelle. In den ersten Jahren bildete die Freiwillige Feuerwehr Krems II mit der Freiwilligen Feuerwehr Nehms den Feuerlöschverband des Amtes Muggesfelde, mit je einem Löschzug in der Stärke von 30 bis 35 Mann. Die ersten größeren Einsätze in der Gemeinde waren Green in Krems II (heute Seehof), Stegelmann, Albrechtshof, und Lindemann, Warderbrück.

1933 – 1945

In diese Zeit fiel bekanntlich der 2. Weltkrieg. Dies hatte natürlich auch Auswirkung auf die Feuerwehr. Viele der Kameraden wurden eingezogen und zu viele kehrten nicht zurück. Da zu dieser Zeit Frauen in der Feuerwehr nicht üblich waren gab es wahrscheinlich keine ordentliche Feuerwehr mehr. Unterlagen über diese Zeit wurden nach Kriegsende von der Besatzungsmacht vernichtet. Einer der Gründungsmitglieder hat nach Kriegsende versucht die wesentlichen Ereignisse auf zu schreiben.

1949

Nach dem Krieg wurden auf Anordnung der Besatzungsmacht die Wehrführer von der Kreisverwaltung nicht mehr anerkannt, so dass im März 1949 Feuerwehrmann Otto Langbehn von der Gemeinde auf Lehrgang bestellt und im April 1949 mit der Aufstellung einer neuen Wehr beauftragt wurde. Von der alten Wehr blieben 11 Feuerwehrkameraden.

1950

Im Januar 1950 fand die erste Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Krems II statt. Hier wurde erstmals an den Bau eines Gerätehauses gedacht Das Gerät war seinerzeit in der Garage bei Langbehn untergestellt.
Neu eingetreten sind fünfzehn Mann. Die bis dahin gebrauchte Handdruckspritze war nicht mehr einsatzfähig, so dass jetzt eine Motorspritze TSA – TS 8 einschließlich Schläuche für 1900,- DM angeschafft wurde. Mit der Modernisierung der Wehr wurde auch eine verbesserte Ausbildung erforderlich. Gustav Langbehn wurde zu einem Maschinistenlehrgang an die Feuerwehrschule Karlshöhe bei Eckernförde geschickt. Und Hans Lindemann zu einem Gruppenführerlehrgang

1956

In der Versammlung im Februar 1956 wurde der Antrag auf den Bau eines Gerätehauses gestellt, das dann auch gleich im Jahre 1957 gebaut wurde, so dass die Wehr noch vor ihrem 25-jährigen Bestehen in ein eigenes Gebäude einziehen konnte.

1958

Am 1. November feierte die Kremser Wehr ihr 25-jähriges Jubiläum. Neun Mitbegründer waren zu dieser Zeit noch Mitglieder und erhielten für 25-jährige Zugehörigkeit das Brandschutzehrenzeichen in Silber. Otto Langbehn blieb noch bis 1966 Führer unserer Wehr, insgesamt also 17 Jahre lang, und schied aus Altergründen am 18.Januar 1966 aus und wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

1959

Durch ein Feuer wurde am Morgen des 13.07.1959 das Wohn- und Wirtschaftsgebäude von August Prieß vernichtet. Das Wirtschaftgebäude brannte völlig nieder, während vom Wohnhaus die Grundmauern erhalten blieben. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Die Feuerwehr aus Krems versuchte, zusammen mit der Segeberger Feuerwehr, den Brand im Wohnflügel zu löschen, da von dem Wirtschaftsgebäude nichts mehr zu retten war. Trotz aller Bemühungen brannte das Gebäude bist auf die Grundmauern nieder. Dank der Tatkräftigen Unterstützung der Nachbarn konnte wenigstens das Mobiliar gerettet werden.

1966

Zum neuen Wehrführer wurde mit großer Mehrheit Gustav Langbehn gewählt. Um der Wehr verstärkt jungen Nachwuchs zuzuführen, entschloss man sich 1968 aktiv für die Feuerwehr zu werben, mit dem Erfolg, dass 1969 auf der Hauptversammlung 9 neue Anwärter eingetreten sind sowie drei neue passive Mitglieder.

1969

Durch die intensive Mitgliederwerbung im Vorjahr traten auf der Jahreshauptversammlung insgesamt 9 neue Kameraden der Wehr bei. Bei den Kameraden handelte es sich um folgende Gemeindemitglieder: Werner Genz Hans Herbert Grimm Werner Kleinikakuf jr. Jürgen Sorgenfrei Jochen Rix Horst Wulff Rolf Wulff Manfred Blunck Ulrich Lorenzen. Um den Ausbildungsstand der Wehr im Vergleich zu anderen Wehren zu messen, wurde im Mai 1969 die Leistungsbewertung in Bronze abgenommen und 1970 nochmals wiederholt. Im Jahre 1972 erfolgte die Bewertung in Silber. In dieser Zeit wurde der schöne Brauch eingeführt, Kameraden der Wehr zu festlichen Anlässen ein Ständchen zu bringen. Dies hat so viel Anklang gefunden, dass es bis heute so beibehalten wurde. Aber auch Ordnungsstrafen werden verhängt. So mussten 1971 zwei Kameraden (Hans Lindemann und Karl Knees) 50 l Bier spendieren, weil sie ihrem Auftrag, einen Ausflug zu organisieren, nicht nachgekommen waren.

1971

Am 7. Mai 1971 konnte nach langer Wartezeit von Bürgermeister Lutz Höppner das neue Löschfahrzeug TSF Ford-Transit in Empfang genommen werden. Nunmehr waren alle Wehren des Amtsbezirks Wensin voll motorisiert.

1972

Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden 1972 die Kameraden Karl Schacht und Walter Gosch wegen langjähriger Mitgliedschaft in der Feuerwehr.

1973

Auch in der Feuerwehr blieb die technische Entwicklung nicht stehen. So wurde die Wehr erstmals 1973 mit Funksprechgeräten (11-m-Band) ausgestattet, die eine schnellere Verständigung innerhalb der Wehr beim Einsatz möglich machten. Im Oktober 1973 wurde anlässlich des 40-jährigen Bestehens eine imposante Demonstration der Leistungskraft und Einsatzfreudigkeit gezeigt, wobei auch spaßige Einlagen nicht zu kurz kamen. Der Tag wurde mit einem gemütlichen Kameradschaftsabend abgeschlossen.

1975

1975 übernahmen wir die Ausrichtung des Amtsfeuerwehrfestes. Nach einem Festumzug durch die Gemeinde wurden auf einem Gelände im Ortskern verschiedene Übungen abgehalten. Im Festzelt wurden abends viele Gäste begrüßt und bis in den frühen Morgen eifrig das Tanzbein geschwungen.
Da der überörtliche Funksprechverkehr erheblich zunahm, wurde im Fahrzeug ein Funksprechgerät eingebaut, mit dem es möglich ist, direkten Kontakt zur Einsatzleitstelle Segeberg aufzunehmen.

1980

Einen der größten Einsätze innerhalb der eigenen Gemeinde hatte die Feuerwehr im März 1980, als der Hauschildtsche Hof total niederbrannte. Hier wurden neben den Nachbarwehren auch die Segeberger Wehr mit eingesetzt. Ein eisiger starker Ostwind erschwerte die Brandbekämpfung sehr, das Löschwasser gefror auf der Straße und verwandelte diese in eine Rutschbahn. An dem Gebäude war nichts mehr zu retten.

1981

1981 wurde Gustav Lippmann zum Ehrenmitglied ernannt. Er war langjähriger stellvertretender Wehrführer. Im April 1981 brannte das Wohngebäude Prieß, Schönböken, völlig aus. Hier konnte die Kremser Wehr mit Unterstützung der Rohlstorfer Wehr die Wirtschaftsgebäude retten. Im Januar 1981wurde der Gruppenführer Werner Genz zum stellvertretende Wehrführer gewählt

1983

Am 3. Januar 1983 brannte das Wohngebäude der Frau Ulmer von Versen in den frühen Morgenstunden ab.
Am 29.6.83 konnte die Feuerwehr ihr 50 jähriges Bestehen feiern. Für die Kinder wurde extra ein Haus gebaut an dem sie Löschen durften. Ausgerüstet mit Helm ging es mit einem Kettcar zur Brandstelle wo schon das Strahlrohr bereitlag. Dies war nur eins von vielen Attraktionen beim Jubiläum.
Nach 12 Jahren war der Ford Transit nicht mehr einsatzfähig. Von der Gemeinde wurde für rund 4000,- DM ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 gekauft. Es wurde im September in Dienst gestellt und sollte noch 12 Jahre seinen Dienst in der Feuerwehr tun.

1986

Sechsmal kam die Wehr in diesem Jahr zum Einsatz. Davon zweimal bei Wald-und Pkw-Bränden sowie zweimal bei Großfeuern an Gebäuden in Seekamp und Glasau.
An der Badestelle in Göls ist im Sommer ein Segelboot mit zwei 14 jährigen Kindern gekentert. Die anwesende Polizei holte ein weiteres Segelboot heran dessen Insasse sich um die Kinder kümmerte.

1987

Lediglich einmal mussten die 27 Aktiven der Feuerwehr Krems II im Jahr 1987 ausrücken.

1988

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr wurde Werner Genz zum neuen Wehrführer gewählt. Der langjährige Wehrfürer Gustav Langbehn musste nach 22 Jahren sein Amt aus Altersgründen abgeben. Nur ein Vorschlag war bei Bürgermeister Lutz Höppner eingegangen. So das Werner Genz mit großer Mehrheit gewählt wurde.
Bei der Wahl zum stellvertretenden Wehrführer setzte sich Volker Schacht mit 13 zu 7 Stimmen gegen Wolfgang von Fintel durch.
Ein tragisches Unglück ereignete sich auf dem Wardersee bei Krems II, wo drei Kanusportler mit ihrem Boot verunglückten. Nur noch tot konnten Rettungstaucher des Technischen Hilfswerks (THW) aus Bad Segeberg einen achtjährigen Jungen aus Hamburg und seinen Vater bergen. Der Freund des Vaters der die beiden bei ihrer ersten Kanu-Tour begleitete, konnte ebenfalls nur noch tot geborgen werden.

1989

Auf Wunsch einiger Kameraden wurde im Sommer ein Grillfest eingeführt. Hierzu wurden auch die Ehrenmitglieder sowie die Ehe- oder Lebenspartner der Kameraden eingeladen.
Volker Schacht hatte im vergangenen Jahr die erforderlichen Lehrgänge absolviert und wurde zum stellvertretenden Wehrführer ernannt.
Beim Feuerwehrmarsch um den Segeberger See belegte die Feuerwehr aus Krems den 3. Platz.
Für den 3. April ist ein Ausflug nach Wolfsburg zur Besichtigung des Volkswagenwerkes geplant.

1990

Bei einem Großbrand in Krögsberg kam auch die Kremser Wehr zum Einsatz, aufgrund der großen Hitze und Rauchentwicklung musste sich die Wehr mehrmals zurückziehen. Orkanartige Windböen entfachten immer wieder das Feuer. Über der lichterloh brennenden Scheune in Krögsberg färbte sich der Himmel glutrot. Gegen 1.15 Uhr war das Großfeuer entdeckt worden, bereits fünf Minuten später war die Feuerwehr aus Rohlstorf vor Ort. In der 1870 erbauten Scheune waren vor allem Maschinen eines landtechnischen Lohnunternehmens untergebracht. Durch die große Hitze- und Rauchentwicklung mussten sich die Wehren mehrfach zurückziehen. Um ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Wirtschafts- und Wohngebäude zu verhindern, waren rund 60 Feuerwehrleute und sechs Löschfahrzeuge im Einsatz. Neben der Rohlstorfer waren auch die Gemeindewehren aus Wensin, Krems II, Travenhorst im Einsatz
Um eine bessere Wasserversorgung im Dorf zu haben wurde von den Kameraden in Eigenarbeit ein Zugang zum See angelegt. Diese Wasserstelle beim Feuerwehrhaus wird noch heute genutzt.
Ein kleiner Brand durch Schweißarbeiten, ein Schornsteinbrand, ein Großfeuer in Krögsberg und ein „blinder Alarm“, das ist die Bilanz der Freiwilligen Feuerwehr Krems II für das Jahr 1991.
Am Abend des 10. Januar entstand durch ein Großfeuer auf dem Gut Rohlstorf ein Schaden von ca. 1 Mio. Mark. Insgesamt elf Feuerwehren mit 170 Feuerwehrmännern versuchten eine Holzscheune mit Trocknung und Getreidesilos zu löschen. Zusätzlich wurde noch die Drehleiter aus Bad Segeberg alarmiert. Das Feuer wurde durch Sturmböen immer wieder angefacht. So das die Löscharbeiten bis in den Vormittag des nächsten Tages andauerten.

1993

60 jähriges Bestehen der FF Krems II, dies wird im Zusammenhang mit dem Laternenfest des Vogelschießenvereins bei Volker Schacht gefeiert.
Der langgehegte Wunsch nach neuen Einsatzschutzjacken wurde von der Gemeinde erfüllt.

1994

Mit Berrit Stegelmann tritt die 1. Frau in die Wehr ein. Somit gibt es im Amt Wensin die erste Feuerwehr mit weiblichen Aktiven. Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich auf 28 Aktive – mit einem Durchschnittsalter von rund 35 Jahren. 30 Passive Mitglieder unterstützen die Wehr.
In der Nacht von 25. auf den 26. November brennt die Gaststätte Lilienhof bis auf die Grundmauern ab. In dieser Gaststätte wurde 1933 die Kremser Feuerwehr gegründet.

1995

Bis auf die Grundmauern brannte in der Nacht zum Sonntag eine Maschinenscheune auf einem Hof in Quaal ab. Die Ortswehr Rohlstorf wurde unterstützt von den Feuerwehrleuten aus Krems II, Wensin, Travenhorst und Nehms.

1996

Am 13. September war der Spatenstich, und nur sechs Wochen später konnte die Feuerwehr schon das Richtfest für das neue Feuerwehrhaus feiern. Das alte Feuerwehrhaus, mittlerweile viel zu klein wurde abgerissen.

1997

Das neue Feuerwehrhaus kann am 22.11. eingeweiht werden. Das Haus bietet eine Nutzfläche von 180 Quadratmetern und hat rund 550 000 DM gekostet. Im Haus ist ein Raum für Feuerwehrfahrzeug, Hänger und Geräte, außerdem zwei Gemeinschaftsräume, eine Küche und sanitäre Anlagen.

1998

Auf spektakuläre Art und Weise wurde Werner Genz, am Sonntagvormittag zu seiner letzten Übung alarmiert. Während Werner mit Ehefrau Etta zum Frühstück bei Sohn Ingo und Familie saß, heulte um 10.18 Uhr die Sirene. Pflichtbewusst eilte der Chef zum Feuerwehrhaus – als einziger Blaurock, denn seine Kameraden hatten sich zum Abschied einen Scherz erlaubt. Statt des TLF 16, der vorher weggefahren worden war, hatten die Kameraden den alten Hanomag von Horst Stieber vor den Spritzenwagen gespannt. Mit Traktor und Tatütata aus dem historischen Feuerwehrhorn „eilte“ Werner Genz zum angegebenen Einsatzort. Dort hatten sich seine Kameraden und Vertreter der Jugendwehr bereits versammelt, und auch das TLF war schon da. Alles hatte perfekt geklappt, alle hatten dicht gehalten. Werner Genz hatte bis zum Anblick des Traktors tatsächlich an einen Ernstfall geglaubt. Die Einladung zum Frühstück hatte zum abgekarteten Spiel gehört, wäre der Wehrführer sonst doch schon auf dem Weg von seinem Wohnhaus im Ortsteil Schönböken zum Feuerwehrhaus bereits am Brandort vorbeigekommen. Mit Werner Genz am C-Rohr in vorderster Front war das Brandobjekt, ein Zusammengebasteltes Holzhäuschen auf freier Fläche, schnell gelöscht.

1999

Wehrführer Werner Genz muss aus Altersgründen sein Amt zum Jahresende 1998 niederlegen. Mit großer Mehrheit wird Ronald Stegelmann zum neuen Wehrführer gewählt.
11. Januar: Bei einem Feuer auf dem Westernreiterhof in Wegekaten brannte eine Lagerhalle aus. Die Halle befand sich nur wenige Meter vom Reetgedeckten Wohnhaus. Zudem lagerte in der Halle auch noch eine Gasflasche. Ein Übergreifen auf benachbarte Häuser konnte aber vermieden werden.
13. Januar: Um 3.30 Uhr werden die Wehren Krems II, Rohlstorf, Wensin und Nehms alarmiert. Auf einem Gehöft im Imrader Weg in Quaal brannte eine Scheune bis auf die Grundmauern nieder.

2000

Die Gemeindevertretung beschließt dass es kein neues Fahrzeug für die Feuerwehr gibt. Das alte werde noch einmal überholt, für ein neues ist kein Geld da. Auch Schutzjacken, nach neuen Sicherheitsbestimmungen, kann es nicht schon nach sieben Jahren geben. Eventuell sollen aber die Atemschutzträger neue Jacken erhalten.

2001

Aufgrund des hohen Alters von 36 Jahren gibt es für das TLF keine Ersatzteile mehr, Reparaturen häufen sich und werden immer teurer. Im Frühjahr kauft die Gemeinde ein gebrauchtes TLF von der Feuerwehr Wittenborn. Das neue Fahrzeug wird durch Eigeninitiative der Kameraden so umgebaut wie es sich die Feuerwehr vorstellt und im November offiziell in Betrieb genommen.

2002

Im Frühjahr werden die Atemschutzträger mit den neuen Schutzjacken ausgerüstet.
Am 5. Mai fand der 29. Feuerwehrmarsch des Kreisfeuerwehr- verbandes in Glasau statt. Auf der 12 Kilometer langen Strecke mussten einige Aufgaben – die nicht nur aus dem Bereich Feuerwehr kamen – gelöst werden. Insgesamt nahmen über 400 Feuerwehrleute aufgeteilt in Mannschaften in Gruppen- und Staffelstärke teil. Die Kameraden aus Krems II belegten vor Bad Bramstedt und Nehms den 1. Platz.
Am 18. Juli heißt es im ganzen Amt Wensin „Land unter“. Nach tagelangen starken Regenfällen gab es zahlreiche Überflutungen im gesamten Amtsbereich. Die Feuerwehren waren mit Unterstützung des THW den ganzen Tag damit beschäftigt die Wassermassen abzupumpen.
Bei der Fahrübung des Kreisfeuerwehrverbandes erreichte die Kremser Wehr den 4. Platz von 49 teilnehmenden Wehren.

2003

Am Morgen des 3. April wird im Internat in Rohlstorf ein Feuer gelegt. Mehrere Räume auf verschiedenen Etagen und ein Teil des Dachstuhls wurden vom Feuer zerstört.
Während einer Vorstandssitzung ertönte plötzlich die Sirene. Auf einer Koppel bei Blunk brannten Strohballen. Als der Brand fast gelöscht war wurden wir zu einen weitern Einsatz gerufen, in der Nähe von Schlamersdorf brannte die Reuterteich Ranch.
Am 23.10 brannte ein Gasthof in Hornsmühlen völlig aus.
Zu ihrem 70 jährigen Jubiläum veranstalte die Feuerwehr einen Tag der offenen Tür. Für die Kinder gab es verschiedene Spiele und Rundfahrten mit dem Feuerwehrfahrzeug und für die Erwachsenen Vorführungen von Rauchmeldern und eine Fettexplosion. Auch auf das leibliche Wohl wurde geachtet so gab es verschieden Leckereien vom Grill und Bier vom Fass.

2004

In einem Einfamilienhaus in der Twiete fing in der Nacht eine Waschmaschine Feuer. Der Brand griff auf den gesamten Raum über. Die Katze hatte gerade noch rechtzeitig die Bewohner geweckt so dass niemand verletzt wurde.

2005

Bei der Fahrübung des Kreisfeuerwehrverbandes erreichte die Wehr aus Krems II den 2. Platz von 34 teilnehmenden Wehren.
Im Mai ertrinkt im Börnsee ein Gemeindemitglied. Der Leichnam konnte nur mit Hilfe von Tauchern geborgen werden. Nur vier Monate später verunglückt eine Seglerin auf dem Wardersee tödlich, Auch hier war der Einsatz von Tauchern nötig

2006

Am 1. Januar fusionierten die Ämter Wensin und Segeberg Land zum Amt Trave Land. Die Feuerwehr Krems II gehört nun zum V. Bereich im Amt Trave Land.
Zum ersten Mal wird am Himmelfahrtstag ein Feuerwehrtag in der Gemeinde durchgeführt. Hier wurden verschieden Spiele für die Kinder und auch Vorführungen der Feuerwehr veranstaltet

2007

Im April wird die Wehr mit der neuen Schutzjacke ausgestattet. Damit haben jetzt alle die neuen Jacken. Die Atemschutzträger haben diese Jacken bereits seit 2002.
Nachdem das ganze Jahr über geübt wurde konnte die Wehr am 13.10.2007 die Leistungsbewertung Roter Hahn Stufe 1 erfolgreich ablegen. Die Bewertungskommision lobte vor allem die gute Zusammenarbeit beim Kuppeln der A-Schläuche – dies sah wie aus dem Lehrbuch aus. Auch der Gerätewart wurde für das vorbildlich gepflegte Fahrzeug gelobt.

2008

Beim Kreisfeuerwehrmarsch erreichte die Wehr aus Krems II den 1. Platz in der Mannschaftswertung.
Unser 75 jähriges Jubiläum wird im Rahmen eines Bereichswehrfestes gefeiert. Rund ums Feuerwehrhaus gibt es Vorführungen der Feuerwehren ein großes Büffet und natürlich verschiedene Getränke.

2011

Auf der Jahreshauptversammlung wird der bisherige Wehrführer Volker Schacht mit einer Enthaltung wiedergewählt. Zu Stellvertretenden Wehrführer wird Lutz Soltau wiedergewählt. Der langjährige Gruppenführer Ingo Genz wird das Amt für weitere sechs Jahr übernehmen. Neuer Stellvertretender Gruppenführer wurde Jörg Saggau der sein Amt als Schriftführer an Sebastian Ross abgegeben hat. Neu eingeführt wurde das Amt Gruppenführer Atemschutz das Tobias Stock übernimmt und der Brandschutzwart das in Zukunft Andreas Wolff wahrnimmt.
Im Frühjahr erhielten wir eine Mail der Freiwilligen Feurewehr Krems an der Donau. Die möchten uns zu ihrem 150 jährigen Bestehen einladen, im Zuge dieses Jubiläums richtet die FF Krems an der Donau eine jährlich stattfindende Leistungsbewertung aus. An diesser Bewertung nehmen Feurewehrkameraden aus ganz Österreich, Deutschland und sogar aus Polen teil. Insgesamt betrug das teilnehmerfeld über 10.000 Feuerwehrleute. Die Bewertung fing am Freitag morgen an und endete mit der Siegerehrung am Sonnatag vormittag. Für die Wettkämpfe wurde sogar eine Bundesstraße die durch Krems an der Donau führt gesperrt. In riesigen Festhallen wurde am Freitag und Samstag Abend der Erfolg gefeiert. Die FF Krems II hat keine Gruppe gestellt, wir waren nur zu siebt anwesend. Die Reisenden waren: Volker Schacht, Jörg Saggau, Guido Blunck, Sebastian Ross, Andreas Wolff, Pierre Paarmann und Sascha Clausen.

2013

Im Jahr 2013 feierten wir unser 80 jähriges Bestehen. Weil wir vor zwei Jahren von der Wehr Krems an der Donau eingeladen wurden, nahmen wir dieses Ereignis zur Gelegenheit die Kameraden aus Niederösterreich einzuladen. Die Kameraden aus Österreich sind am Donnerstag Abend in Krems II angekommen. Mit zwei MTF und 12 Personen. Untergebracht waren sie in Ferienhäusern in der Umgebung.
Am Donnerstag Abend gab es ein gemütliches Zusammensein bei Christian Höppner, hier konnte man sich erst mal kennenlernen. Freitag ging es, nach einem Frühstück, nach Hamburg zu einer Stadtbesichtigung. Am Samstag war dann unsere Feier die Nachmittags begann. Den Vormittag haben ein paar Kameraden von Krems II zusammen mit den Österreichern in der Kreisfeuerwehrzentrale und an der Ostsee verbracht. Bei der Eröffnung der Feier durch den Wehrführer und der stellvertretenden Bürgermeisterin Helena Jüthe wurde uns ein Lüfter für die Feuerwehr überreicht.

2014

Währrend eines Einsatzes in der Gemeinde Rohlstorf ist es zu einem Unfall bei einem PKW Brand gekommen. Auch die Feuerwehr aus Krems II war an diesem Einsatz beteiligt. Bei dem Unfall wurden 10 Feuerwehrkameraden zum teil schwer verletzt, zwei der Verletzten kommen aus der Wehr Krems II. Ein Gutachten über den Unfall kommt zu dem Ergebnis das die Explosion durch den Gastank durch ein defektes Überdruckventil enstanden ist.

2015

Die Kremser Wehr hat am 9.1.2015 Jörg Saggau zum neuen Wehrführer gewählt. Am 29.1.2015 wurde er durch die Gemeindevertretung Krems 2 bestätigt. Ab 01.02.2015 ist nun Jörg unser neuer „Feuerwehr-Chef“. Unser bisheriger Wehrführerer Volker Schacht hat auf eigenen Wunsch den Wechsel vorausschauend eingefädelt.

2016

Das Jahr 2016 war ein ziemlich ruhiges Jahr die Zahl der Einsätze entspricht dem durchschnittlichen Wert der letzten Jahre. Das Fahrzeug machte dem Alter entsprechen einige Probleme die aber alle behoben werden konnten. Gegen Ende des Jahres wurde die Wehr mit den Digitalfunkgeräte beliefert. Eingebaut wurden die Geräte aber erst im Jahr 2017. Bis dahin wurden die Kameraden mit den neuen Geräten geschult.